Search
  • Hans und Dorli

Päng!

Ein lauter Knall, wie ein Schuss! Was war das? Wir sind in voller Fahrt zur Fähre ans chilenische Festland und weiter nach Torres del Paine. Kein Mensch, kein Auto, kein Haus weit und breit. Wir halten an. Und siehe da, die Heckscheibe unseres Rubi ist geborsten und in tausend Stücke zerfallen. Wir haben keine Ahnung wieso. Wir räumen die gröbsten Scherben weg und montieren - schlecht und recht - eine Plache. Auf der Fähre raten uns die bärtigen Mannen zur Reparatur in die Stadt Punta Arenas zu fahren. Also ändern wir unsere Route: Gegen 16 Uhr erreichen wir Punta Arenas und finden eine auf Autos spezialisierte „Glaserei“. Die richtige Heckscheibe für unseren Rubi ist tatsächlich an Lager und nach zwei Stunden fachmännisch montiert. Ein super Service und das an einem Freitagabend!


Einige Tage später: Innert 27 Stunden sind wir 80 km und etliche Höhenmeter gewandert! Wolken, Regen, Sonne, es war ein dauerndes Wechselspiel, immerhin relativ mild und kaum windig. Alleine waren wir nicht. Touristen aus der ganzen Welt sind hier unterwegs und die Übernachtungsmöglichkeiten sind oft schon Monate im voraus ausgebucht. Wir hatten jedoch Glück. Wegen den Protesten in Chile konnten wir kurzfristig Schlafplätze in den Camps ergattern und und die bekannte W-Tour absolvieren.


Der Nationalpark Torres del Paine ist wirklich eindrücklich. Im Norden grenzt der Park an das riesige „Südliche Patagonische Eisfeld“. Im Zentrum liegt das Gebirgsmassiv mit den berühmten Torres. Im Süden befindet sich eine Seenlandschaft mit herrlichen Farbvariationen.


Nach der anstrengenden, viertägigenWanderung freuen wir uns auf unser gemütliches Dachzelt. Wir erholen uns auf einem wunderschönen Campingplatz und lauschen dem dauernden Grollen des Gletschers Glaciar Grey in der Ferne.

















0 views