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  • Hans und Dorli

Achen Niyeu

Wie spricht man das wohl aus? Viele Berge, Strassen, Orte haben Namen in der Sprache der Mapuche, der ursprünglichen indianischen Bewohner von Patagonien, so eben auch der Volcano Achen Niyeu nahe der Laguna Verde. Dort planschen wir im seichten Wasser und erfreuen uns am Nichtstun - bis wir gleich neben unserem Zeltplatz den Trail auf den Vulkan entdecken.

Am nächsten Morgen laufen wir in aller Frühe los. Schön kühl ist es und wir gewinnen rasch an Höhe. Bald lassen wir den Wald hinter uns und kommen zu einer sandigen Hochebene mit wunderschönen Farben und Formationen. Der Anstieg zum Gipfel ist von besonderer Art. Wir stapfen quasi einen riesigen Sandhaufen hoch. Nach 400 Höhenmetern erreichen wir den kreisrunden Krater und werden mit einer tollen Aussicht auf den fernen, schneebedeckten Volcano Lanin belohnt. Der Abstieg ist ein Genuss: Hüpfend sind wir im Nu wieder unten, die Schuhe voller schwarzer Sand!


Über eine ruppige 4x4-Strecke quer durch den Parque Nacional Villarica fahren wir nach Pucon mit dem schneebedeckten Volcano Villarica als Markenzeichen. Wir haben ihn vor fünf Jahren bestiegen. Lustig war‘s, auch hier vor allem der Abstieg auf dem Hosenboden mit Pickel als Steuergerät. Dieses Mal aber wollen wir auf‘s Wasser. Hans will endlich einmal chilenisches Wildwasser spüren! In einem Kehrwasser helfen wir - so nebenbei - einem Fischer beim Rausziehen eines Riesen grossen Lachs.


Wie der Süden Patagoniens von Gletschern, Barbas und Turbas, so ist der nördliche Teil von Vulkanen, Seen, unzähligen Thermen und dem valdivianischen Regenwald geprägt. Berge und Hügel zeigen die klassische Kegelform eines Vulkans. Die meisten sind schlafend, aber eingie sind aktiv. So auch der Volcano Villarica, der Mitte Dezember ein bisschen, richtig stark vor vier Jahren ausbrach.


Wir verbringen ein paar Tage in einem gemütlichen Cabaña mit dem klingenden Namen Mirador Los Volcanos. Leider sehen wir den Volcano Villarica nur am ersten Abend. Danach macht uns ein Wetterumbruch einen Strich durch die Rechnung. Dunkle Wolken verdecken die Aussicht, kühle Temperaturen und heftige Regenschauer zwingen uns zu einem Arbeitstag im Cabaña. Auch ein Thermenbesuch ist bei diesem Wetter unumgänglich. Fast drei Stunden lang lassen wir uns in den warmen Wasserbecken einweichen, allerdings ... sind wir nicht ganz alleine mit dieser Idee!































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