Startwehen …

Unsere Köpfe dröhnen! Der direkte Flug von Lima am Meer zum hoch gelegenen Cusco auf 3‘500 müM hat‘s in sich. Wir trinken Coca-Tee und versuchen, uns möglichst wenig zu bewegen. Knapp zwei Tage dauert der Spuk. Dann werden unsere Köpfe klarer, wir haben wieder Hunger und auch Lust auf anderes als Tee. Endlich können wir Cusco erkunden.
Nur Boryx gefällt es noch nicht. Die Starterbatterie hat sich während unserer Abwesenheit tief entladen. Das hat die gesamte Elektronik so stark durcheinandergebracht, dass das Starten des Motors blockiert ist. Das Einzige, was läuft, ist das Scheibenwisschenwasser, ungefragt und kräftig bis der Tank leer ist. Wie lösen wir das Problem? Klar die Batterie muss geladen werden, aber die Blockade besteht weiterhin. Erst nach drei Tagen findet der zugezogene Elektriker Eudardo die Ursache in einer defekten Sicherung. Schwups, die Sicherung ersetzen und schon ist alles in Butter! Wir sind erleichtert! Am vierten Tag kommt auch die Vertreterin des Zollamts vorbei und gibt unser Fahrzeug wieder frei. Nun können wir unsere nächste Reiseetappe angehen.
Aber Halt: Vor Cusco durften wir ja drei Tage das Hotelleben in Lima geniessen. Die Hauptstadt von Peru ist mit 10 Millionen Einwohnern - nach Sao Paulo - die zweitgrösste Stadt Südamerikas, was sich u.a. in einem dauernden Verkehrschaos auswirkt. Wir sind in Barranco, direkt neben Miraflores einquartiert, den beiden für Touristen interessanten Quartieren. Hier kann man unbehelligt Tag und Nacht zu Fuss unterwegs sein. Die Strassen sind sauber, alles ist gut organisiert. In anderen Quartieren wird das nicht so sein!
Natürlich haben wir in einem der bekannten Gourmets-Restaurants, dem Mayta, einen Tisch reserviert. Zu Fuss marschieren wir von unserem Hotel los, kommen aber nur langsam voran, da wir uns durch eine immer grösser werdende Menschenmenge pflügen müssen. Was ist da los? Die südkoreanische Pop-Gruppe BTS gibt in Lima gerade drei Konzerte - mit je 50'000 Besuchern. Heute Abend wird für die Fans über der Küste eine Drohnen-Show abgehalten. Darum strömen Tausende, vor allem junge Mädchen an die Strandpromenade auf den Cliffs. Es scheint, dass die vier Jungmänner von BTS in Südamerika echte Begeisterung auslösen. Wir hingegen geben uns dem Mehrgangmenu im Restaurant Mayta hin, dass höchst dekorativ serviert wird. Die Speisen stellen eine kleine Reise von der Küstenregion über die Anden in den Amazonas dar und sind geschmacklich, wie auch optisch ein Gedicht. Herrlich!
Morgen fahren wir nun los, als erstes nach Chacora, dem Startpunk der Wanderung zur Inka-Ruine Choquequirao: zwei Tage hin und zwei Tage zurück!



















Nun seid Ihr also wieder gestartet. Und natürlich folgen wir wieder und versuchen die Fotos etwas dem Text zuzuordnen. Bei den drei "Vogelnestern" fragen wir uns ob das Hüte oder Opfergaben sind. Auch das fischähnliche Ding in Dorlis Hand gibt Rätsel auf. Lecker sieht das nicht aus 🫢.
Weiterhin viel Spass und bleibt gesund.
Freue mich auf weitere Berichte!