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  • Hans und Dorli

The End of the Road

Updated: Dec 23, 2019

Die Carretera Austral ist bei Velofahrern beliebt. Immer wieder treffen wir auf einzelne Velofahrer, manchmal auch zu zweit, die vollgepackt südwärts radeln. Mit Mountainbike oder Tourenvelo, teilweise sogar mit dem Tandem sind sie unterwegs, manchmal mit einem strahlenden Lachen, oft aber mit einem etwas gequälten Gesichtsausdruck, gezeichnet vom ständigen Kampf mit Staub und Wind. Die beliebte Strecke von Puerto Mont bis Villa O‘Higins ist 1‘200 km lang, meist Ripio, also nicht geteert. In Villa O‘Higins endet die Strasse. Mit Velo oder auch zu Fuss kann man per Schiff weiter nach Chalten in Argentinien reisen.


Wir suchen „The End of the Road“ anderswo und fahren von Coyhaique nordwärts, vorbei an äsenden Greifvögeln und “wilden“ Pferden, ein weiteres Mal über die Grenze, zu den argentinischen Skiorten Esquel und Trevelin. Hier kraxeln wir mit dem Rubi den Cerro Cruz hoch, bis es nicht mehr weiter geht. Der Rubi schafft die steilen Kurven dank Untersetzung problemlos und wir meistern dank David’s Fahrtrainig auch die ausgewaschenen Gräben.


Am nächsten Tag wollen wir es doch wissen und entstauben unsere Mountainbikes: eine 45 km-Rundstrecke - also etwa eine Tagesetappe der Carretera Austral-Radler - über Ripiostrassen mit grobem Schotter, Wind, meist in Form von Gegenwind, und vor allem Staub, insbesondere wenn Lastwagen kreuzen. In gut fünf Stunden schaffen wir die 45 km. Dazwischen gibt es - quasi als Belohnung - die Besichtigung einer per Wasserrad angetriebenen Mühle, in der noch alles funktionstüchtig ist und Mehl produziert werden kann.


Es war eine schöne Runde, aber noch so gerne fahren wir mit Rubi weiter in den Parque Nacional Los Alerces. Speziell sind hier die mächtigen Bäume, eben die Alerces. Diese Bäume werden alt, sehr alt sogar. Der älteste Baum soll 2‘600 Jahre alt sein! Wir stehen ehrfürchtig vor den Bäumen und fühlen uns ganz jung.


Am Abend geniessen wir ein tolles Plätzchen direkt am See. Natürlich darf ein kurzes Bad nicht fehlen! In der klaren Nacht bewundern wir den funkelnden Sternenhimmel mit der wunderbaren Milchstrasse. Wir staunen und staunen. Dann schlafen wir friedlich ein in unserem „Himmelbett“.



























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